Eine sehr schöne Klasse über Srila Sanatana Gosvamis Brihat-bhagavatamrita

Mathura, Indien, 5. September 2003

Dies ist die zehnte Klasse, einer Serie von Klassen (original in Hindi) von Srila Narayana Maharaj, über Srila Sanatana Gosvamis Srimad Brihat-bhagavatamrita.

Um die vorherigen Klassen kurz zusammenzufassen:

Sri Narada Rsi reiste durch das ganze Universum um die erhabendsten Gottgeweihten zu suchen, diejenigen welche die größten Empfänger von Krishnas Barmherzigkeit sein. Seine Suche brachte ihn nach Dvaraka, wo er nach Uddhava suchte. Vor Baladeva Prabhu, Rohini dasi, Devaki dasi, Krishnas Königinnen und anderen Gefährten, drückte Uddhava seine Gefühle aus, dass die Vrajavasis und besonders die Gopis, die erhabendsten Gottgeweihten sind. Nach und nach kam die Diskussion unter ihnen zu der Frage, ob Sri Krishna nach Vrindavan gehen sollte, oder nicht und ob er nicht grausam war, da er nicht schon gegangen war. Verschiedene Gefährten hatten unterschiedliche Meinungen. 

Krishnas Kuhhirten Freunde lieben ihn so sehr. Wenn Krishna nur für ein elftel einer Sekunde hinter einem Baum verschwinden würde, würden sie bitterlich weinen, “Oh Krishna, Oh Krishna.” Sie haben so viel Zuneigung zu ihm, dass sie es nicht tolerieren können, dass er sie auch nur für eine Sekunde verlässt. Wenn Nanda Baba, Krishna und Balarama nach Mathura nahm, gingen alle Kuhhirtenjungen wie Sridama, Subala und Madhumangala mit ihm. Für sie ist eine Sekunde der Trennung von Ihm, wie eine Pralaya, (universale Zerstörung).

Eine Sekunde fühlt sich für sie an wie, ein catur-yuga – so viele Hunderte und Tausende von Jahren. Nur jemand, der mamata hat, ein Sinn des Besitztums gegenüber Krishna, denkt: “Krishna ist mein,” solch eine Person kann diese viraha, Stimmung der Trennung erfahren. Die sakhas haben genügend mamata für Krishna, und aus diesem Grund fühlen sie intensive Trennung von ihm. Jedoch, sind ihre Trennungsgefühle nicht wie die von Mutter Yashoda. Ihr Gefühl der Trennung ist so unerträglich, dass sie durch ständiges Weinen blind wurden.

Die Trennung der gopis ist noch stärker als die von Mutter Yasoda. Sie werden transzendental verrückt (divyon-mad). Von allen gopis, haben Srimati Lalita devi und Visakha devi die intensivsten Gefühle der Trennung, und noch mehr als ihre ist die Trennung von Srimati Radhika. Um diese mamata zu besitzen muss man erst solche Gefühle gegenüber Sri Gurudeva und den Vaishnavas haben. In dieser Welt gibt es keine prema. Wir müssen als erstes eine Beziehung mit Guru und Vaishnavas entwickeln, und dann wird sich prema zu Krishna in unseren Herzen manifestieren.

Es sollte dabei überhaupt kein Selbstinteresse geben; dann kann unsere mamata rein werden und wir werden die Gefühle der Trennung als ein Ergebnis dieser mamata erfahren. Die gopis fühlen unerträgliche Trennung wenn Krishna die Kühe grasen lassen geht und ihre Trennung wird durch das Sehen von Anzeichen seines Zurückkommens minimiert. Sie mögen den Staub sehen, der von den Kühen in der Ferne hochgewirbelt wird, oder sie mögen den Klang seiner Flöte und seines Horns hören. Zu dieser Zeit haben alle Vrajavasis solch eine mamata für ihn, dass niemand in seinem Haus bleibt. Jeder kommt heraus auf den Weg um ihn zu sehen und das ist sehr natürlich – es ist überhaupt nicht künstlich.

Wir sehen, dass es heutzutage aufgrund des Einflusses der Zeit keine prema gibt – stattdessen gibt es nur noch Selbstinteresse. Was zu sprechen von prema, wir haben keine wirkliche Zuneigung für Guru. Sobald die Zeit vergeht, werden Leute sogar gegen Guru vorgehen. Prema ist nur erhältlich in der spirituellen Welt. Die prema der gopis ist ohne jegliches Selbstinteresse. Warum geht Krishna in den Wald? Geht er dorthin, um die Kühe grasen zu lassen? Nein, nicht im geringsten. Kühe weiden ist nur eine Ausrede. Der wirkliche Grund ist, dass er sehr begierig ist prema bhakti rasa zu erleben, deren Ruhestätten, sich in den Vrajavasis, gopas und gopis befinden. Krishnas Hinausgehen zum Küheweiden ist nur eine Ausrede um die Spiele mit den sakhas zu genießen und um die Schönheit Vrindavans zu sehen und besonders um mit den gopis zu genießen.

Srila Sanatana Gosvami erklärt im Sri Brhat-Bhagavatamrta:

jayati jayati vrndaranyam etan murareh
priyatamam ati-sadhusvanta-vaikuntha-vasat
ramayati sa sada gah palayan yatra gopih
svarita-madhura-venur vardhayan prema rase

“Alle Ehre, alle Ehre sei Sri Vrindavan-dhama, wo Murari das Dortsein mehr genießt als Er dies in den Herzen der Sadhus tut oder sogar mehr als in Vaikuntha – wo Er für immer Kühe hütet und wo durch das Spielen süßer Melodien auf seiner Flöte, Er die eheliche Liebe der gopis zu Ihm erhöht.”

Srila Sanatana Gosvami erklärt die Schönheit von Vrindavan. Alle Ehre sei Vrindavan wo Krishna immer hier und dort auf seiner Flöte spielt, wodurch er allen Kühen und gopis Glückseligkeit schenkt. Durch die Melodie seiner Flöte hat Er Seine prema-rasa im Herzen aller seiner Gefährten erhöht und besonders im Herzen der gopis. Dieses Gebet beschreibt die Schönheit von Vrindavan. Das Wort “ramayati” in diesem Gebet bezieht sich auf die gopis. Andernfalls bezieht sich ramayati auf irgendeinen Geliebten, der Glück und Vergnügen bereitet. Weil die Bedeutung sich nur auf Vrindavan bezieht kann es nur die gopis meinen.

Vrindavan ist so wunderschön. Dort sind alle Arten von prächtig blühenden Blumen und alle vier Jahreszeiten gegenwärtig. Die Kuckucke zwitschern süß und das Wasser der sehr schönen Yamuna ist rein, sauber und durchsichtig. (heutzutage nicht mehr) Üppiges Gras wächst dort in allen zehn Richtungen, und deshalb müssen die Kühe nicht nach draußen gehen um zu grasen. Es gibt keinen Neid oder irgendeine Art von Eifersucht in Vraja Mandala. Es gibt dort keine gefährlichen Tiere – nur Rehe und Hasen und andere friedliche Tiere dekorieren Vrindavan dhama. Wenn Sri Krishna zum Kühegrasen geht, umringen ihn alle Tiere zu allen vier Seiten. Krishna zieht sie alle an und gibt ihnen durch Sein Spielen auf der Flöte Glück.

Published by BaladevDas

Private Webseite ohne kommerziellen Hintergrund. Betreiber und Kontakt: B.Rose, 12435 Berlin, Lohmühlenstraße 27

Leave a comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.