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Hare Krishna in Kürze

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Was ist Hare Krishna?

Die Hare Krishna Bewegung ist ein Zweig des Hinduismus, zuvor bekannt als Gaudiya- Vaishnavatum. Ihren heutigen Name erhielten sie durch den Gesang – Hare Krishna – welchen die Gläubigen ständig wiederholen. Gegründet im sechszehnten Jahrhundert durch Sri Caitanya von Bengalen (1486- 1533), betonte Er die Verehrung von Krishna und glaubte das Singen der Namen Gottes ist so mächtig, dass zusätzlich zur eigenen Meditation, diese Namen zum Segen aller auf der Strasse gesungen werden sollte.

Swami Prabhupada brachte die Bewegung – nun formell bekannt als die Internationale Gesellschaft für Krishnabewusstsein – 1966 in die USA. Öffentliches Tanzen und Singen wurde ihr Markenzeichen. Heutzutage gibt es weitere Hare Krishna Gesellschaften die auf denselben Lehren basieren, die durch die Guru Parampara, die spirituelle Meister- Schüler Linie weitergegeben werden.

Wie unterscheidet sich die Hare Krishna Bewegung von anderen Strömungen im Hinduismus?

Die Anhänger der Hare Krishna Bewegung bezeichnen sich als monotheistisch. Entsprechend der heiligen Schriften, wie der Bhagavad Gita und dem Bhagavat Purana, beaufsichtig Sri Krishna als der höchste Herr Millionen von Halbgöttern, die als Verwalter des Universums gelten. Diese Halbgötter erhalten die Anordnung der Schöpfung aufrecht. Sie bekleiden verschiedene Ämter, aber – wie der Aussenminister in Beziehung zum Präsidenten – handeln die Halbgötter nach Krishnas Wunsch. Krishna wird oft von Radharani begleitet, dem weiblichen Aspekt oder Gegenstück von Krishna. Nach dem Verständniss der Hare Krishnas beten alle zu ein und der selben Person, ganz gleich ob die Hindus zu Krishna beten oder die Anhänger des abrahamitischen Glaubens zu Allah oder Jahweh.

Darüber hinaus hat sich die Hare Krishna Bewegung an den Westen angepasst. Zum Beispiel ermöglichte Swami Prabhupada Männern wie auch Frauen als Priester in Verehrungsritualen tätig zu sein, einem Privileg das im traditionellen Hinduismus den Männern vorbehalten ist. Es mag aufgrund dieser Sensibilität zum westlichen Ethos sein, dass die Hare Krishna Bewegung erfolgreicher ist Nicht-Inder für seine Kultur, Philosophie und Praktiken zu begeistern als die meisten Hinduströmungen.

Was ist der Hare Krishna Mantra?

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Hare Rama, Hare Rama, Rama Rama, Hare Hare

Das Wort “Mantra” bedeutet den Geist erlösen oder befreien. Das Wort „Hare“ bezieht sich auf die göttliche weibliche Kraft Gottes. „Krishna“ heisst der All-Anziehende und „Rama“ ist die Quelle aller Freude.

Die Hare Krishnas glauben die Klangschwingung des Mantras hat direkten Einfluss auf die Seele. Entsprechend der Philosophie des alten Indiens befindet sich die Seele in spirituellem Tiefschlaf. So wie ein Wecker einen Schlafenden weckt, erweckt der Hare Krishna Mantra die Seele zu spiritueller Realität in der sie ihre ewige Beziehung zu Krishna oder Gott erfahren kann. Außerdem muss man die Sprache des Mantras nicht verstehen, denn die Klangschwingung transzendiert die sinnliche, mentale und intellektuelle Ebene und bringt einen in direkten Kontakt mit dem Spirituellen.

Reinkarnation und Karma – was hat es damit auf sich?

Im Hinduismus ergibt sich das Karma – die Reaktion auf vergangene Taten – nicht nur durch Handlungen in diesem Leben, sondern auch durch vergangene Leben. Entsprechend der Hinduphilosophie wird ein Mensch nicht immer Mensch. Einige schon, andere werden zu höheren Daseinsformen erhoben die unser gegenwärtiges Erfahrungsspektrum übersteigen und andere werden in niedere Spezies herab geworfen. Die zukünftige Stellung wird bestimmt, je nach dem ob man harmonisch mit den Naturgesetzen lebt oder sie bricht. Nur die Menschen können vom Kreislauf der Geburten und Tode befreit werden.

Wo immer der Geist und das Bewusstsein zum Zeitpunkt des Todes weillen, entscheidet entsprechend der Bhagavad Gita, welchen Körper man im nächsten Leben annehmen wird. Die Gedanken auf dem Sterbebett formen den nächsten Körper – die Augen, Nase, Ohren und was für Hände und Beine und sonstige körperliche und geistige Merkmale man haben wird. Und woran man zum Todesstunde denkt, ist stark abhängig wie man in seinem Leben gedacht und gehandelt hat.

Warum essen die Hare Krishnas kein Fleisch?

Hindus glauben dass Tiere ebenfalls Gottes Kinder sind, von Gottes Hand mit einer Seele erschaffen. Daher ist Fleischgenuss eine Anmaßung gegenüber Gott. Mehr noch, es ist schlecht für das Bewusstsein. Da Schlachtung gewalttätig ist, entspringen dem Essen von Fleisch, Fisch oder Geflügel gewalttätige Gedanken und wohl auch gewalttätigeres Verhalten. Im Hinduismus ist Kochen mit Spiritualität verbunden. Die Hare Krishnas glauben sie kochen zur Freude Gottes. Sie schmecken ihre Speisen niemals ab, da sie erst Krishna dargebracht werden müssen. Darüber hinaus glauben die Hindus dass die Nahrung das Bewusstsein des Kochs aufnimmt.

Wenn man zornig ist und bis zum Ellenbogen in den Linsen wühlt oder den Teig für Chapattis (ungesäuertes Brot) knetet, behauptet die Hinduphilosophie gehen diese Emotionen in die Nahrung über und dann in die Person die sie isst. Es ist ein Grund warum Mönche nicht ins Restaurant gehen, denn es hebt sich die Frage, “Wessen Bewusstsein ist du heute?”

Text von Barbara Bradley Hagerty – of NPR (National Public Radio) USA,
aus dem Englischen übersetzt vom Vedischer Kulturverein e.V. Stuttgart.

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